Die Gewerbeauskunftszentrale - Vorsicht Abzocke!

Heute erreichte mich wieder mal ein Brief der Gewerbeauskunftszentrale. Die Gewerbeauskunftszentrale erfasst gewerbliche Einträge für richtig viel Geld. Letzte Woche wurde auch im Rahmen einer Sendung mit Christopher Posch darüber berichtet.

Vorsicht Falle

Das Schreiben ist so aufgemacht, dass man glauben könnte, man hätte bereits einen geschäftlichen Kontakt mit der Gewerbeauskunftszentrale. Einige Felder sind bereits mit Ihren Daten vorausgefüllt und man wird aufgefordert, diverse Angaben zu ergänzen bzw. zu korrigieren.
Das ist natürlich die Masche. Man wiegt das Unternehmen in den Glauben, dass es diesen Eintrag bereits gibt. In der Hektik des Alltags unterscheiben viele Unternehmer und schon haben sie einen rechtskräftigen Vertrag geschlossen.

Hier ein paar Details des Schreibens

Ich habe mir mal das Schreiben und die AGB im Detail angesehen. Hier wird man meines Erachtens ganz bewußt hinters Licht geführt. 
Die wichtigsten Punkte sind:

  • Es ist ein 2-Jahresvertrag der pro Jahr 569,06€ inkl. Mwst kostet
  • Der Vertrag verlängert sich automatisch um 12 Monate, wenn man nicht 3 Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit kündigt
  • Kündigungen werden nur per Einschreiben akzeptiert

Man sollte es also dingend vermeiden, dieses Schreiben zu unterzeichnen! Lesen Sie mehr zum Thema "OLG Düsseldorf verurteilt Gewerbeauskunftszentrale, GWE GmbH, wegen Täuschung"

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Kommentare unserer User

Kommentar von GWE-Gegner |

Die GWE-Ganoven wurden durch das Gerichtsverfahren von Christopher Posch noch nicht von ihren sittenwidrigen Werbeaktivitäten abgehalten. Vorige Woche kam erneut ein Schreiben nach dem bekannten Muster an meine Tochter, die sich selbständig gemacht hat.
Falls jemand eine rechtliche Iniative plant, so sollte er eigentlich von allen Betroffenen eine finanzielle Unterstützung erhalten. Ich würde z.B. eine Spende überweisen. Existenzgründer haben meine Achtung verdient. Es ist wichtig, dass sittenwidrige Typen wie diese von der GWE als Störgröße ausgeschaltet werden.

Antwort von Bernd Grimm

Ich mache regelmäßig - mit viel Ironie - auf meiner Facebookseite darauf aufmerksam. So bleibt dieser Unfug in den Köpfen und im besten Fall fallen weniger Menschen darauf herein. Im Idealfall schreddern Sie den Quatsch ungeöffnet ;-)

Kommentar von Petra |

Inzwischen gibt es das auch von einem Branchenbuchanbieter. Hier wird das Briefpapier und das Layout dem vom Finanzamt angepasst. Der Betreff lautet: Deutsches Firmenregister zur Erfassung und Registrierung inkl. Umsatzsteuer-Identifikationsnummern.

Die Kosten belaufen sich für 2 Jahre Abo auf über 700,00 Euro und verlängert sich immer automatisch.

Es wird hauptsächlich nach der Ust-ID Nr. gefragt und auch angegeben, dass man umgehend bis zum DATUM antworten muss.

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